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Quizfrage
Wen verkörpert Johnny Depp in Tim Burtons Version von "Alice im Wunderland"?
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Für die 19-jährige Alice Kingsley hält das Leben eine Überraschung bereit: Während einer viktorianischen Gartenfeier, die zu ihren Ehren ausgerichtet wird, erhält sie einen Heiratsantrag von Hamish, dem wohlhabenden, aber langweiligen Sohn von Lord und Lady Ascot. Alice flieht und bleibt der Gesellschaft eine Antwort schuldig. Sie folgt einem sonderbaren weißen Kaninchen, das mit einer Weste bekleidet ist und eine Taschenuhr bei sich trägt.
Das Kaninchen läuft über eine Wiese und verschwindet dann in einem Loch im Boden. Ebenso plötzlich wird auch Alice in das Loch hineingezogen und fällt durch eine eigenartige, traumähnliche Passage, bis sie schließlich in einem runden Raum mit vielen Türen landet. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten schafft es Alice, mit Hilfe der schrumpfenden Wirkung eines Tranks und der vergrößernden Wirkung eines Kuchens eine der Türen zu öffnen.
Jenseits der Tür erwartet Alice eine zauberhafte Welt, die bei ihren Bewohnern unter dem Namen Unterland bekannt ist. Dort trifft sie auf eine bunte Mischung von Charakteren: von der verwegenen Schlafmaus zum völlig verrückten Hutmacher, von der Grinsekatze zur Wasserpfeife rauchenden Raupe, von der gruseligen Weißen Königin zu ihrer gehässigen und launischen älteren Schwester und Herrscherin von Unterland, der Herzkönigin…
Fazit: Atemberaubende Alice-Adaption
Mit Tim Burton hat sich ein Regisseur der Verfilmung von Lewis Carrolls berühmter Geschichte "Alice im Wunderland" angenommen, der für diese Aufgabe geradezu prädestiniert schien; schließlich hat Burton sein Talent für fantastisch-schräge Stoffe in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt – und das gelingt ihm mit seinem neuen Werk einmal mehr: Burton verleiht der als 3D-Version inszenierten Interpretation des Carroll-Klassikers erneut seine unverkennbare Handschrift und entführt den Zuschauer in eine ebenso zauberhafte wie bedrohliche Welt, in der die Grenzen zwischen Fantasie und Realität verschwimmen. Knallbunte, faszinierende Landschaften, bizarre Figuren und gelungene visuelle Effekte machen aus "Alice im Wunderland" ein einmaliges Kinoerlebnis, das an Spannung, Witz und Schauwerten nichts zu wünschen übrig lässt. Erfreulicherweise verkommt die 3D-Technik in Burtons Inszenierung nicht zum reinen Selbstzweck, sondern untersützt die surreal-verquere Geschichte auf sinnvolle Weise – und auch die Schauspieler wurden perfekt gecastet: Ob Johnny Depp als verrückter Hutmacher, Helena Bonham Carter und Anne Hathaway als gegensätzliches Königinnenpaar, "Little Britain"-Erfinder Matt Lucas als Zwillinge Tweedledum und Tweedledee oder Newcomerin Mia Wasikowska als Alice – sie alle verkörpern ihre Rollen sehr lebendig, charismatisch und mit sichtlicher Spielfreude. Durch die Abänderung und Erweiterung der Rahmengeschichte – im Film ist Alice eine bereits dem Kindesalter entwachsene 19-Jährige, die gegen ihren Willen verheiratet werden soll – erhält die Geschichte zudem einen anderen Kontext und lässt sich als Coming-of-Age-Story bzw. Emanzipationsgeschichte einer jungen Frau lesen, was der ohnehin nicht als reine Kindergeschichte angelegten Adaption zugute kommt. Auch aufgrund der ambivalenten Figurenzeichnung und des skurril-ironischen Witzes ist "Alice im Wunderland" ein Film geworden, der nicht nur jüngere Zuschauer erfreuen dürfte, sondern auch das erwachsene Publikum in seinen Bann ziehen wird.
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