In Time - Deine Zeit läuft ab
Im KinoKinostart: 02.12.2011

In Time - Deine Zeit läuft ab

Starbesetzter Science-Fiction Thriller von US-Filmemacher Andrew Niccol ("Gattaca", "Lord of War – Händler des Todes"): Justin Timberlake und Amanda Seyfried spielen die Hauptrollen in der Geschichte über eine Welt, in der Geld durch Zeit ersetzt wurde und nur die Reichen überleben können.
Fantasy, Thriller USA/2011 109 min.
Darsteller: Justin Timberlake, Amanda Seyfried, Olivia Wilde, Cillian Murphy, Alex Pettyfer Regie: Andrew Niccol


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Im Film "In Time – Deine Zeit läuft ab" wird die Restlebenszeit jedes Menschen angezeigt durch einen Countdown…
 
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In einer Welt, in der die offizielle Währung Geld durch Zeit ersetzt wird, hören die Menschen mit 25 auf zu altern. Sie sind genetisch so ausgestattet, dass sie nur noch ein Jahr lang überleben können – es sei denn sie schaffen es, sich einen Ausweg zu erkaufen. Nur den Reichen steht somit ein langes Leben bis zur Unsterblichkeit offen.

In dieser Welt, in der die Armen betteln müssen und Minute für Minute stehlen, nur um den Tag zu überstehen, ist Will Salas einer der weniger Glücklichen: Jeden Tag erwacht er mit nicht mehr als 23 Stunden auf seiner tickenden Lebensuhr, und seine Zeit läuft ab. Jeden Tag muss er genug Zeit verdienen, um den nächsten Morgen zu erleben.

Als jedoch ein reicher Fremder in sein Leben tritt und kurz darauf stirbt, wird Will fälschlicherweise des Mordes bezichtigt. Plötzlich ist er auf der Flucht – zusammen mit der attraktiven Geisel Sylvia. Von jetzt an leben die beiden von Minute zu Minute, und ihre Liebe wird zum wichtigsten Instrument im Kampf gegen das korrupte System…

Fazit: Spannende Idee, mäßige Umsetzung

Mit seinem Spielfilm-Erstling "Gattaca" inszenierte Regisseur Andrew Niccol 1997 einen Science Fiction-Thriller, der auf ebenso intelligente wie unterhaltsame Weise ein gesellschaftskritisches Zukunftsszenario entwarf. Auch wenn die Grundthematik eine andere ist, so schlägt Niccols Werk "In Time" nun doch in eine ähnliche Kerbe: Statt der moralisch bedenklichen Entwicklung der Gentechnologie stehen diesmal zwar die grotesken Auswüchse des Kapitalismus im Mittelpunkt, die düster-futuristische Story über die daraus resultierenden sozialen Probleme lässt aber doch deutliche Parallelen zu Niccols Regiedebüt erkennen. Zugleich erweist sich "In Time" als hochaktuell: Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich und die bedenklichen Machenschaften mächtiger Finanzakteure werden dabei ebenso thematisiert wie übertriebener Jugendwahn und der - hier wortwörtlich genommene - Mangel an Zeit in der heutigen Gesellschaft. Das Grundkonzept von "In Time" könnte also, auch was die Einbindung dieser Motive in eine filmtaugliche Handlung betrifft, kaum spannender sein – was Niccol aus dem Szenario gemacht hat, vermag allerdings nur teilweise zu überzeugen. So krankt sein Werk vor allem an der mit zahlreichen Logiklücken und Widersprüchen gespickten Geschichte, in der zudem viele wesentliche Details unerklärt bleiben – angesichts der komplexen, vielschichtigen Ausgangsidee enttäuscht es dann doch ein wenig, wie wenig ausgeklügelt die Story letztlich erscheint. Auch ein paar mehr Plottwists und Überraschungsmomente hätten der Inszenierung nicht geschadet – denn nach dem recht spannenden und viel versprechenden ersten Filmdrittel gestaltet sich der Handlungsverlauf leider ein wenig vorhersehbar. Punkten kann "In Time" hingegen mit atmosphärischer Dichte und einer gelungenen visuellen Gestaltung – und auch wenn sowohl Justin Timberlake, als auch Amanda Seyfried schon stärkere schauspielerische Performances absolviert haben, macht das prominente Darsteller-Ensemble seine Sache insgesamt doch ganz ordentlich. Das Gefühl, dass hier das Potential ein wenig verschenkt wurde, bleibt dennoch: Denn letztlich bewegt sich "In Time" deutlich stärker an der Oberfläche als gedacht und vermag den Zuschauer nicht so zu fesseln, wie man es sich von einem Andrew Niccol-Film erhofft hätte. Schade!
  • Kritiken
"Oberflächlich und belanglos"
So ironisch und interessant die Grundidee anmutet, so oberflächlich und belanglos ist sie umgesetzt: "In Time" ist an Klassiker wie "Robin Hood" und "Bonnie & Clyde" angelegt – nur ohne den Esprit, den guten Soundtrack und die Chemie zwischen den Darstellern.
"Ordentlicher Utopie-Thriller"
Mix aus "Bonnie und Clyde", "Momo" und Kapitalismuskritik: "In Time – Deine Zeit läuft ab" ist ein sehr ordentlicher Utopie-Thriller, der nur nicht ganz so vielversprechend endet wie er beginnt. Dennoch gut investierte Zeit!
"Ungenutztes Potential"
Die Prämisse von "In Time" ist bestechend, doch leider bleibt das Potenzial ungenutzt: Den Machern fehlte der Mut, die sozialkritische Prämisse zur dringlichen Parabel weiterzudenken. Was bleibt, ist ein lockerer Zeitvertreib – aber nichts, was die Zeit überdauern wird.
"Voll spannender Ideen"
"In Time" ist vor allem ein Märchen: Was Andrew Niccol aus der bedrohlichen, gehetzten Gegenwart macht, ist grandios anzusehen und oft ein faszinierendes Gedankenspiel – er übertreibt es zwar manchmal mit dem Parabelhaften, aber sein Film ist voll spannender Ideen.
"Bleibt hinter Maßstab zurück"
Auch wenn "In Time" abwechslungsreiche und spannende Unterhaltung bietet, bleibt Andrew Niccol deutlich hinter dem Maßstab zurück, den er 1997 mit der stylisheren und emotional aufwühlenderen SciFi-Vision "Gattaca" selbst gesetzt hatte.


Kinos und Spielzeiten
Dieser Film startet am 02.12.2011 in den österreichischen Kinos. Die aktuellen Spielzeiten finden Sie daher ab dem 02.12.2011 auf dieser Seite.
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