Project X
Im KinoKinostart: 04.05.2012

Project X

Von "Hangover"-Regisseur Todd Phillips produzierte Komödie, in deren Mittelpunkt - einmal mehr - eine aus dem Ruder gelaufene Party steht. Regisseur Nima Nourizadeh besetzte seinen ersten Spielfilm, der Eltern und Ordnungshütern als Warnung dienen sollte, mithilfe einer landesweiten Talentsuche.
Komödie USA/2012 88 min.
Darsteller: Thomas Mann, Oliver Cooper, Jonathan Daniel Brown, Dax Flame, Nichole Bloom Regie: Nima Nourizadeh


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Drei eher durchschnittliche Zwölftklässler möchten endlich ihre Anonymität überwinden – mit einer zunächst eigentlich ganz unverfänglichen Idee: Die drei Freunde planen, eine Party zu inszenieren, von der sie noch ihren Enkeln erzählen können.

Doch wie sich diese Party dann tatsächlich entwickelt, übertrifft selbst ihre tollkühnsten Erwartungen: Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer, während Träume wie Seifenblasen zerplatzen, weiße Westen böse Flecken bekommen – und Legenden entstehen…

Fazit: Inkonsequentes Pseudo-Doku-Konzept

Nachdem das mit Filmen wie "Blair Witch Project" begründete Erfolgskonzept des pseudodokumentarischen Spielfilms in den vergangenen Jahren immer mehr ausgereizt schien, versuchte man dem meist im Horrorbereich angewandten Prinzip zuletzt mithilfe einer Ausweitung auf andere Genres eine Frischzellenkur zu verpassen. Experimentierte das knapp zuvor veröffentlichte, vorgebliche Found Footage-Werk "Chronicle" mit einer Gratwanderung zwischen Coming-of-Age-Drama und Superheldenstory, so münzt "Project X" den durch massiven Handkamera-Einsatz gekennzeichneten Mockumentary-Stil nun auf das Komödiengenre um. Das Ergebnis ist ein Partyfilm, der vermeintlich irrwitzige Einfälle mit einem losen Handlungsfaden verbindet und darum bemüht ist, einer aus dem Ruder gelaufenen Geburtstagsfeier ein filmisches Denkmal zu setzen. Die Grundidee hinter "Project X" ist dabei gar nicht so unglaubwürdig – schließlich hat man in Zeiten von Facebook schon des Öfteren von vergleichbaren Party-Exzessen gehört; inwiefern dieses Konzept aber in der Lage ist, einen ganzen Film zu tragen, bleibt fraglich. Mit einer einigermaßen stimmigen und originellen Rahmenhandlung versehen, hätte "Project X" vielleicht funktionieren können – gerade hier offenbart die Komödie aber deutliche Schwächen: Neben nur selten wirklich einfallsreichen oder witzigen Stationen auf dem Weg zur Mega-Party leidet die Story ausgerechnet unter dem inkonsequenten Mockumentary-Stil. Dass Regisseur Nima Nourizadeh eigentlich aus dem Musikvideo-Bereich stammt, sieht man seiner Inszenierung deutlich an: dafür, dass es sich beim Gezeigten vorwiegend um angebliche Video- und Handykameraaufnahmen handelt, mutet das Endergebnis nämlich erstaunlich schick an – eine Tatsache, die "Project X" in ästhetischer Hinsicht zwar zugutekommt, der Glaubwürdigkeit der Geschichte aber eher abträglich ist. Dass die weiblichen Partygäste allesamt bei einer Modelagentur unter Vertrag stehen könnten, macht den Streifen zudem genauso realitätsfern wie das allzu überzeichnete Finale, in dem die Party zunehmend haarsträubende Konsequenzen nach sich zieht. Letztlich geht die reizvolle Idee, ein alle Grenzen sprengendes Zusammentreffen feierwütiger Jugendlicher aus der Augenzeugenperspektive zu erzählen, nur bedingt auf – die angekündigte, legendäre Party bleibt jedenfalls eher aus.
  • Kritiken
"Belanglos und erschreckend Gag-arm"
Was erwachsene Zuschauer zwiespältig stimmen wird, dürfte dem Zielpublikum von "Project X" egal sein: V.a. männliche Teenager sollten an dieser derben, überdrehten, letzten Endes aber völlig belanglosen und auch erschreckend Gag-armen Komödie ihre Freude haben.
"Macht irgendwie Spaß"
Spannungsbogen? Überbewertet. Tieferer Sinn? Keiner drin. Und falls der vom Hangover-Regisseur Todd Phillips produzierte Film tatsächlich irgendwelche Werte vermittelt, dann sind es definitiv die falschen. Das Schlimme daran: Irgendwann beginnt es, Spaß zu machen...
"Ultraseiche Krawallstory"
Farblose Teenager und brutaler Massenmord an grauen Gehirnzellen, Sex, Drogen, Drinks und Zerstörungswut: Uninspirierter geht's wirklich nimmer. Auch eine Alibi- Lovestory kann diese im Komasuff dahin wabernde ultraseiche Krawallstory nicht zusammenhalten.


Kinos und Spielzeiten
Dieser Film startet am 04.05.2012 in den österreichischen Kinos. Die aktuellen Spielzeiten finden Sie daher ab dem 04.05.2012 auf dieser Seite.
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