Mit "Dame König As Spion" gelingt eine intelligente Verdichtung von John le Carrés Roman auf Spielfilmlänge – wenn auch mit einigen unvermeidlichen Abstrichen beim Sozialpanorama und der menschlichen Dimension.
"Underworld: Awakening" ist ein Actionfilm mit coolen Stunts und fiesen, computeranimierten Monstern. Die Story ist langweilig, die Action überzeugend – so garantiert der Film alles in allem für Liebhaber des Genres einen vergnüglichen Kinobesuch.
25 Jahre nach seinem Münchner TV-Sittendrama "Kir Royal" nimmt Helmut Dietl im Kinofilm "Zettl" nun die Hauptstadt ins Visier – allerdings ohne den alten Hauptdarsteller, ohne den alten Biss – und sogar ohne jeden Berlin-Bezug. Ein Desaster.
"The Descendants" ist ein gelungener Film, der auf Basis des Romans "Mit deinen Augen" erzählerischen Tiefgang und humorvolle Lakonik in absurden Situationen beweist; dass George Clooney als einer der großen Oscar-Favoriten gilt, ist völlig gerechtfertigt.
"Jack und Jill" ist eine Flachwitzparade mit Ekelgarantie und somit reine Zeitverschwendung: Mit seinem intelligenz- und niveaufreien neuen Film hat es Adam Sandler geschafft, einen neuen Tiefpunkt auf der nach unten offenen Sandler-Skala zu erreichen.
Mit seiner Adaption eines lakonischen Neo-Noir-Krimis von James Sallis gelang dem dänischen Regisseur Nicolas Winding Refn ein stilistisch beeindruckender Genrefilm, der einen archetypischen Stoff in neue Kontexte und Oberflächen überführt.
"Jonas" ist ein spannendes Experiment: Während der kurzweiligen 110 Kinominuten entwickelt sich - abgesehen von der einen oder anderen inhaltlichen Flaute - eine beachtliche Dramaturgie – und Christian Ulmen holt die Zuschauer von der ersten Minute an ab.
Insgesamt ist "J. Edgar" allzu behutsam geraten: Clint Eastwood erzählt wie aus der Gott-Perspektive, streng, aber zärtlich. Er reiht schlicht Szenen aus dem Leben aneinander – sein Film entwickelt kein Gewicht, kein Drama, sondern bleibt seltsam leer und folgenlos.
Die Neuauflage hat denselben entspannten, episodischen Charme wie frühere Muppets-Filme, samt entzückenden Musikeinlagen – wiewohl der Film an der Oberfläche famose Familienunterhaltung bieten, deutet sich aber auch ein erstaunlich dunkler Unterton an.
David Fincher hat mit Daniel Craig und Rooney Mara nicht nur zwei hervorragende Hauptdarsteller gefunden, sondern mehr als einen kurzweiligen Hingucker für triste Sonntagabende geliefert – er präsentiert mit "Verblendung" eine Adaption, die sich lohnt.
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